Vor meinem Urlaub bekam ich von Meta-Business das Angebot, eines meiner Beiträge (Titelbild zu meinem "Einmal ein Jäger sein...") zu bewerben. Das schwierige ist aber, dass diese Werbung dann an Menschen in der USA geht - und nicht unbedingt an die Amerikaner, die auch deutsch sprechen und lesen können. Die "normalen Amerikaner" haben somit verärgerte Kommentare geschickt, weil sie mit meinem Buch und den Informationen dazu nichts anfangen konnten. C´est misere! So schön der Kreta-Urlaub auch war, wenn ich an die Werbung für meine Bücher und Bilder denke... liegen die Nerven erneut blank!
Ich weiß nicht... was ist los auf diesem Erdball???
Die Welt ist in Unordnung, im Kleinen wie im Großen. Wenn die Russen (und da vor allem der Kreml) von einer "militärischen Operation" reden, so ist das ganze für die Ukraine und den Rest der Welt doch das Wort Krieg, das wohl besser zutrifft. Das ganze Elend beschreibt. Und wir, die etwa zwei Flugstunden von dem ganzen Greuel entfernt sind, sehen uns mit unterschiedlichsten negativen Strömungen konfrontiert, die da heißen tägliche Kriegsbericht-Erstattung, wirtschaftliche Aufs und Abs, soziale Abwärtsspiralen und Welt-Klima-Bedrohungen und vieles mehr. Wie soll man da noch entspannen? Ich will mich nicht an den Krieg gewöhnen und ertappe mich doch dabei, bei den Kriegsbildern im Fernsehen nebenbei zu frühstücken. Und dann treffe ich fast jeden Tag mit meinem Mann auf die ukrainische Familie, die wir Anfang April in meinem alten Haus aufgenommen haben. Und sie freuen sich, geniessen den großen Garten und dass die Kinder erst einmal Ablenkung haben, spielen können, in Sicherheit sind.
Wie kann ich da an meine Bücher und das schwierige Geschäft mit der Werbung denken? Weil ich das muss - als eine Autorin, die ihre Bücher schließlich auch verkaufen will. Natürlich geht das Schreiben und Malen weiter - auch ohne den "Durchbruch". Aber nachdenken muss ich darüber - trotz der chaotischen Zeit, in der wir gerade leben.
Zuweilen kommen viele Dinge zusammen, die einen beschäftigen, verunsichern, herausfordern oder auch blockieren können. So komme ich kaum zum Malen. Leider... Seit 2020 wurde Covid immer wieder unterschiedlich bestimmend. Mein Mann und ich sind glücklicherweise bisher nicht daran erkrankt. Aber die ständigen Schutzmaßnahmen inklusive dem Masken-Tragen machen einen doch etwas mürbe. Auch, dass geplante Urlaube, die wichtig für Seele und Kreativität sind, 2020 nicht stattfinden konnten. Immerhin hatten wir gute Ausweichmöglichkeiten, da wir das Glück haben, zwei Häuser und zwei Gärten zu haben. Insofern lamentieren ich hier auf "hohem Niveau".
Was das Schreiben angeht, so arbeite ich schon seit Jahren am Roman-Projekt "Arisa, die Vampirin". Und da habe ich eine weltweite Epidemie namens "Horrid" mit ins Spiel gebracht. Nun hat Covid mich teilweise blockiert, da ich nicht zu viel Aktualität in meinen Roman einbringen will. Ich bin immer noch am Arbeiten, wie ich mit der "Horrid-Seuche" umgehe.
2021 war für mich auch Zeit, mich gesundheitlich durchchecken zu lassen und da brachte mich die Diagnose "diabetes mellitus" doch etwas ins Schleudern. Vom Frühjahr bis zur Sommer-Mitte nahm ich Tabletten ein, die mir aber nicht so gut bekamen. Ein Lichtblick war: endlich Urlaub machen zu können, einmal auf Kreta, dann noch auf Sizilien. In dieser Zeit beschloss ich, keine Medikamente gegen Diabetes zu nehmen. Und Kreta war super! Es gibt ja auch ein Buch über "Kreta-Diät". Dummerweise erwischte ich beim Rückflug einen Magen-Darm-Virus und musste wieder einen Check machen lassen. Und Lichtblick: der "Zuckerwert" (Glucose/HbA1c...) war knapp über der Grenzlinie. - Das machte Mut, auch in Sizilien keine entsprechenden Medikamente zu nehmen. Dummerweise ist dort aber das Essen teilweise deftiger (Pizzen u.ä.), und beim Frühstück gab es nur süße Dinge. Nach dem Urlaub war der Zucker-Wert gut angestiegen. Inzwischen bin ich beim Zurück-Kämpfen, aber zugegeben ist das nicht so leicht. Ich muss einiges Umstellen beim Essen und auch Trinken... Aber Kreta im Sommer soll so sein wie letztes Jahr. Nehme ich mir so vor.
Inzwischen ist Covid derzeit weniger akut. Dafür gibt es seit dem 24. Februar 2022 den unseligen russischen Überfall auf die Ukraine. - Mein geerbtes Haus ist ein altes Haus und ich wohne auch dort, aber immer nur zeitweise. Insofern war es möglich, inzwischen eine ukrainische Großfamilie mitsamt Katze aufzunehmen. Auch da ist viel zu tun. Davon mehr demnächst!
Hier sind Geschichten zu finden, die teilweise auf Ideen der 90-er Jahre zurückgehen. Zugleich sind aber neue Stories dabei, die erst in den letzten zehn Jahren entstanden sind. Ein erster Höhepunkt ist dabei die erste Geschichte um die tragische Figur des "Herrn Windisch", die möglicherweise als Novelle eingestuft werden kann.
Ich will hier jetzt nicht weiter über die Inhalte sprechen, die auch auf der Rückseite des Buch-Covers zu finden sind. Möglicherweise wird es eine ganz neue Dämonen-Reihe in der Zukunft geben, aber - so viel sei verraten - im nächsten Buch wird es sich erst einmal um die neue Welt der Vampire drehen, wozu auch Handlungsfelder da sind, die sich in der Karibik wiederfinden, und auch auf Kreta.
Aber erst einmal: viel Spaß mit den Dämonen in diesem Werk!
xxx Katka W. Jäger